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Tourenbeschreibung
Hüttentour durch die westlichen Stubaier Alpen. |
| Einwöchige Hüttentour
von der Winnebachseehütte - Westfalenhaus - Franz-Senn-Hütte - Neuen
Regensburger Hütte. Mit Gipfel- besteigungen des Hohen
Seeblaskogl, Aperer
Turm und Basslerjoch. |
Steckbrief und WWW-Links zu
Berghütten und Infos dieser Tour
findest Du im Anhang dieser Tourenbeschreibung !>>oder hier klicken
Zum
Tourenprofil >> |
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Aufstieg zum Hohen Seeblaskogl.
Blick zurück auf den
Gänsekragen 2915m
und Breiter Grießkogl 3287m
und Larstigspitz (von lks.)
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Einleitung:
Berühmt, viel besucht und dennoch einsam ... Die Stubaier Alpen ziehen sommers wie winters hunderttausende Urlauber an. Doch abseits des Trubels auf den Skipisten und Moderouten gibt es auch heute noch
stille Täler und Bergzüge. Wanderer und Bergsteiger jeder Couleur finden in den
»Stubaiern« ein weites Betätigungsfeld: große Gebietsdurchquerungen wie den
Stubaier Höhenweg, Genuss-Dreitausender wie Zuckerhütl,
Wilder Paff und Wilder Freiger, das Skitourenparadies der Sellrainer Berge,
anspruchs- volle Klettersteige und abenteuerliche Kletterrouten an wilden Kalkwänden wie auch gefrorenen Wasserfällen.
(Quelle: Rother.de)
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1.
Tag:
Aufstieg von Winnebach zur Winnebachseehütte 2362m
Anreise:
Mit dem
Nachtzug nach Innsbruck.
Nach einem kleinen gemütlichen Frühstück am Bhf. ging es mit
dem Regionalzug bis nach "Ötztal". Von dort weiter mit
dem Regionalbus nach Längenfeld. Der nächste Bus wäre
erst 2,5 h später gegangen und so fuhren wir mit einem Taxi bis
nach
Winnebach 1692m, unserem Aus- gangspunkt.
Wir schulterten
unsere Rucksäcke und nun ging es
durch das schöne Tal auf gut
ausgebautem Weg "141" zur
Winnebachseehütte,
die direkt an dem
gleichnamigen See gelegen
ist.
Lager bezogen und danach noch einen kurzen Spaziergang auf die mit
einem Gipfelkreuz ge- schmückte "Ernst-Riml-Spitze"
2530m.
Von dort hat man
einen schönen Überblick in das kleine Rund um die Winnebachseehütte.
Abends lernten wir
noch den Hüttenwirt dieser schönen Hütte kennen, der für
unseren Weiterweg zum Westfalenhaus einen Tipp parat
hatte.
Gehzeit: 2,5 h ab Winnebach / HM = 900m
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2. Tag:
Winnebachseehütte - Hoher Seeblaskogl 3235m - Westfalenhaus.
Der Hüttenwirt
hatte uns nicht den direkten Weg über das Winnebachjoch
empfohlen, sondern den südseitigen Weg über den "Hohen
Seeblaskogl", Abstieg über den spaltenfreien "Grünen
Tatzenferner" und über die Gletschermoräne auf den
markierten
"Dr. Siemonsweg" (Weg 137) zum Westfalenhaus. Allerdings waren wieder für den Nachmittag Gewitter
gemeldet, doch dann sollte man aber bereits am Ziel sein.
Erst geht der Weg, vorbei wieder an der vom Vortag noch bekannten
"Ernst-Riml-Spitze"
, in ein kleines Tal. Gut zu erkennen, das hier vor langer, langer
Zeit mal ein Gletscher geflossen ist. Es folgt ein steiler Anstieg
über eine Gletschermoräne, und nach einigen Gehminuten öffnet
sich der Blick auf einen schönen Gletschersee, der unterhalb vom
Bachfallenferner gelegen ist. Eine schöne Hochgebirgskulisse.
Nach einer kurzen Rast kommt nun ein heftiger, steiler Aufstieg zu
einem Felsvorbau des Hohen Seeblaskogl. Blockgestein, nein besser
Blockhalde, musste nun in einigen steilen Serpentinen überwunden
werden. Zum Glück lag im oberen Teil noch ge- nügend Restschnee,
der dank seiner schattigen Lage noch guten festen Firn hatte, auf
dem man besser emporsteigen konnte. Erst waren es noch
Schönwetterwolken,
nun kamen diese Haufen- wolken die sich mehr und mehr zusammen-
brauten. Wir dachten an die Gewittergefahr und machten
nun keine Pausen mehr. Auch war es wieder schwülwarm geworden
was uns überhaupt nicht gefiel. Wir kamen an den Rand des
"Grünen Tatzenferners" (Pkt: 3100m) und sahen nun auch
das Gipfelkreuz des "Hohen Seeblaskogls". Immer das
Wetter beobachtend gingen wir in direkter Linie zum
gegenüberliegenden Felskamm, der sich östlich vom Gipfel des
Seeblaskogls herabzieht. Um schneller zu sein, deponierten wir
unsere grossen Rucksäcke zwischen Schnee und Felsen unterhalb vom
Gipfel und über Blockkletterei ging es zum Gipfel. Das Wetter
hielt noch, doch viel Zeit durften wir uns auf den Gipfel nicht
nehmen. Mir machten ein paar Fotos und stiegen über den selben
Weg wieder ab, nahmen die Rucksäcke und gingen flott über den
weichen Firn des "Grünen Tatzenferners und steilen
Moränenrücken hinab in das Längental. Von dort ist es nur noch
knapp 1 h bis zum Westfalenhaus. Also einen schönen Platz gesucht
und die längst fällige grosse Rast nachgeholt. Kaum richtig
ausgebreitet, Schuhe ausgezogen, einen von der Sonne aufgeheizten
warmen Stein gefunden um sich letztendlich richtig lang zu machen,
währte unser
Pausenglück nicht lange. Der Himmel zog sich recht schnell
zu, starker Wind kam auf und es fing zu nieseln an. Eindeutige
Zeichen, das man die Pause doch vielleicht besser in der
Berghütte nachholen sollte.
Nach einer knappen Stunde erreichten wir das Westfalenhaus,
setzten uns auf die Terrasse nach draussen, um bei einem
gemütlichen Bier diesen Tag Revue passieren zu lassen. Kaum den
ersten Schluck getrunken donnerte es in der Ferne, und innerhalb kürzester
Zeit gab es einen starken Wolkenbruch, und ein wenig später das
Gewitter dazu. Das war ein Timing.
Gehzeit: 6 h / HM = 930m
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3. Tag:
Westfalenhaus 2273m - Längental - Lisenstal - Horntaler Joch
-
Horntal - Franz-Senn-Hütte 2147m.
Dies sollte der
längste Tag werden. Vom Westfalenhaus gingen wir den unteren Weg
("Winterweg") durch das Längental hinab bis zum
Jugendheim. Von dort eben bis fast
zur Lisenser Alm. Kurz vor der Alm zweigt der Weg in östl.
Richtung (in Gehrichtung rechts) gegen den steilen Berghang
bergan. Endlich machten wir wieder Höhenmeter, die man ja vorher
so leichtfertig durch den Talabstieg verschenken musste.
Nach einer weiteren Abzw. am "Spielgruben" geht es in
Richtung "Horntaler Joch". Sobald der Weg wieder flacher
wird, hat man schöne Blicke auf den Lisenser Fernerkogel im
Süden und weiter westlich die Schöntal -und Zischgelesspitz. Nun
biegt der Weg in das "Grosse Horntal" und am Ende wird
es nocheinmal steil bis zum
Horntaler Joch 2819m. Auf der anderen
Seite wird der Weg gemüt- licher und schon nach kurzer Zeit zieht
sich der Weg durch grüne Wiesenmatten mäßig steil zur
Franz-Senn-Hütte bergab, die man schon in der Ferne gut erkennen
kann. Bedingt durch die vielfältigen Möglichkeiten, die um diese
Berghütte herum geboten werden (Alpenvereinskurse, Klettergarten,
Klettersteige, Hochtouren...), und die Nähe zum Parkplatz im Tal
ist es auf und um dieser Hütte erheblich lebhafter als auf den
bisherigen Hütten.
Gehzeit: 6 h / HM = 1165m.
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4. Tag:
Franz-Senn-Hütte 2147m - Aperer Turm 2984m - Franz-Senn-Ht.
Prächtiges
Wetter, heute ist ein Gipfeltag. Wir gingen diesmal mit leichtem
Gepäck von der Franz-Senn-Hütte in Richtung Talschluss.
Nach 20min. Gehzeit zieht der Weg am rechten Hang empor und man
überwindet einige kleine leichte Felsstufen, und gelangt auf den
Moränenrücken des "Alpeiner Ferners". Nun wird zum
ersten Mal der Blick frei auf die umliegenden Gletscher, oder das
was noch übrig geblieben ist. Bei Pkt. 2700m zweigt der Weg im
rechten Winkel nach rechts (gegen Westen) ab und verläuft gut
markiert durch leichtes Blockgelände zu einem schönen
Gletschersee, der vom "Turmferner" gespeist wird. Der
Gipfel des Aperer Turm ist bereits sichtbar und über einen
kurzen Hang und einer versicherten kurzen Scharte ist man auf dem
Gipfel des Aperer Turm 2984m angelangt. Schöner Rundblick auf
das Rund der 3000er um die Franz-Senn-Hütte.
( >>>
Panoramafoto/215KB
)
Der Abstieg war der
gleiche Weg wie der Aufstieg.
Gehzeit:
5 h (Auf -und Abstieg), HM = 955 m.
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5.
Tag:
Franz-Senn-Hütte - Schrimmennieder - N. Regensburger Hütte.
Über Nacht
war der Luftdruck gefallen, der Wetterbericht hatte wieder für
den Nachmittag Gewitter gemeldet. Von der Franz-Senn-Hütte geht
es erst gemütlich, fast eben, auf einem Höhenweg (Weg
"131") über dem Tal entlang.
Nach einer guten Stunde bei Pkt. 2200m wird der Weg steiler.
Bedingt durch Steinschlaggefahr ist der Wegverlauf geändert
worden. Es war aber alles bestens beschildert, sodaß man den
neuen Wegverlauf eigentlich nicht verfehlen kann.
Kurz vor der
Scharte "Schrimmennieder" steht man vor einem Meer an
Gesteinsblöcken, die einem das Schlimmste befürchten lassen.
Doch der Weg macht einen weiten Linksbogen und bei näherer
Betrachtung zieht sich sogar eine Wegspur durch dieses Blocklabyrint.
Am "Schrimmennieder" bietet sich die Möglichkeit noch
das in 20 min. entfernte Basslerjoch zu besteigen, doch die
Wetterlage und die Aussicht war alles andere als gut, es war
schwülwarm und gewittrig, sodaß wir es vorzogen, direkt zur
Neuen Regensburger Hütte abzusteigen. Eine kleine gesicherte
Felspassage forderte nocheinmal die Konzentration und nach weiteren
30min. Abstieg hat man den steilsten Teil nach der Scharte "Schrimmennieder"
hinter sich. Nun folgt noch ein schöner ebener Höhenweg bis zur
Neuen Regensburger Hütte 2286m.
Gehzeit: 4 h / HM = 650m.
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6.
Tag:
Neuen Regensburger Hütte - Basslerjoch - N.
Regensburger Hütte.
Da der
Übergang über den "Grawaggrubennieder" zur Dresdner
Hütte wegen Steinschlaggefahr gesperrt war, das Wetter bis zum
späten Mittag sich halten sollte, wählten wir keinen Hüttenübergang, sondern einen schönen aussichtsreichen
Wandergipfel, der einen schönen Blick in die zentrale Gruppe der
Stubaier bieten sollte.
Der Aufstieg ist der gleiche Weg wie vom Vortag bis zum 2714m hoch
gelegenen "Schrimmennieder".
Nocheinmal die kurze gesicherte Felspassage, und dann von der
Scharte auf dem breiten Rücken in nördlicher Richtung auf das
Basslerjoch 2830m.
Da wir Beide recht früh oben waren, ist der sonst an
Schönwettertagen recht stark frequentierte Gipfel diesmal
einsam. Die Aussicht ist grandios, auch wenn der Blick in
südwestl. Richtung die hohe Ruderhofspitze den Blick auf weitere
Berge im Süden einschränkt. Dies macht aber dem Gipfelvergnügen
keinen Abbruch. Nach 2 Stunden Gipfelschau auf das Panorama
der Stubaier Berge (235KB),
gehen wir wieder bis zum "Schrimmennieder" zurück, und
weiter gemütlich zur Neuen Regensburger Hütte. Nachmittags
gingen wir in Richtung Talschluss und schauten uns das
nahegelegene Hochmoor an, das eine sehr interessante Flora zu
bieten hat. Auch kann man in den Tümpeln noch Bergmolche
beobachten. Runde, große, geschliffene Steine sind stumme
Zeitzeugen, das hier mal vor sehr langer Zeit ein Gletscher
entlanggeflossen ist.
Gehzeit: 4,5 h / HM = 610m.
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7.
Tag:
Neuen Regensburger Hütte - Abstieg nach Falbesona.
Über
Nacht kam eine kurze Schlechtwetterfront, und wir stiegen morgens
bei strömenden Regen von der Neuen Regensburger Hütte in das
"Unter Berg Tal" nach Falbeson 1200m ab (Weg
"133"). Von dort mit dem Bus nach Innsbruck und mit dem
Nachtzug wieder nach Hause.
Gehzeit: 3 h / HM Abstieg = 1075m.
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Anforderungen dieser
Tour:
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| Gehzeit: |
mehrtägige
Bergwandertour |
| Höhenmeter: |
je
nach Tagesetappe, siehe Tourenbeschreibung. |
| Schwierigkeiten: |
ohne
Gipfelbesteigung unschwierige Hüttenwanderung. Bei den
Gipfelbesteigungen Hoher Seeblaskogl und Aperer Turm sollte Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit vorhanden sein.
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| Besonderheiten: |
manche
Wegabschnitte dieser Hüttentour sind an einigen Stellen
mit Drahtseilen gesichert.
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| Graf.
Tourenprofil: |
Zum
Tourenprofil >>
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| Panoramafoto
1 |
Blick
vom Aperer Turm 2984m auf die umliegenden Berge (ca. 215 KB)
|
| Panoramafoto
2 |
Blick
vom Basslerjoch 2830m auf die
Stubaier Berge (ca. 235 KB)
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WWW-Links zu
den Berghütten dieser Tour:
Links zu
Fahrplänen der ÖBB und DB im Internet:
Karten, die ich für dieses Gebiet weiterempfehlen kann:
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