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Tourenbeschreibung   
Besteigung der Schesaplana 2965m.
von der Totalp-Hütte über die Südost-Seite zum Gipfel der Schesaplana.
Steckbrief und WWW-Links zu Berghütten und Infos dieser Tour
findest Du im Anhang dieser Tourenbeschreibung !>>oder hier klicken

 

Karte vom Aufstieg zur Schesaplana.
 Aufstieg von der Totalp-Hütte zum Gipfel der Schesaplana (rote Linie)
oder Aufstieg vom Parkplatz der Lünersee-Seilbahn Talstation zum Lünersee 
und weiter zur Totalphütte (gestrichelte rote Linie).
M 1:50.000
 

Einleitung:
Hoch über den Ufern des jungen Rhein ragt im äußersten Westen Österreichs mit dem Rätikon eine der eigentümlichsten Gebirgsgruppen der Nördlichen Kalkalpen empor. Begrenzt von den Tälern der Ill und der Landquart im Norden und Süden sowie durch das Rheintal im Westen, stößt der Rätikon im Osten – in der Einschartung des Schlappiner Joches – an die bereits hochalpine Silvrettagruppe. Unter Extrem- wie Genußkletterern zählen die wilden Kalkwände an Drusenfluh und Scheienfluh zu den allerersten Adressen – und das nicht nur im deutsch- sprachigen Alpenraum. Doch gerade die imposanten Felsformationen, malerische Talböden überragend, bieten dem Wanderer eine grandiose Kulisse. Dazu ist die gesamte Region dem Touristen bestens erschlossen durch ein hervorragend gepflegtes Wegenetz und zahlreiche, bewirtschaftete Hütten, Almen und Gasthäuser.
(Quelle: Rother.de)

 
Aufstieg zur Schesaplana.
Totalphütte - Schesaplana - Totalphütte.
Diese Bergtour lässt sich auch mit einer Hüttentour, oder mit einer Tagestour sehr gut kombinieren. Sei es, das man von der Mannheimer Hütte kommend, das Rätikon von West nach Ost durchquert, oder von der Lindauer Hütte zur Totalphütte (Ost-Westrichtung) gelangt. Auch kann man als reine Tagestour, bei entsprechender Kondition, die Schesaplana vom Parkplatz der Lünersee-Seilbahn Talstation, hinauf zur Douglasshütte, Totalp-Hütte und wieder zurück, besteigen. Die nun folgende Beschreibung zeigt den Teil von der Totalp-Hütte zum Gipfel der Schesaplana.
Schon am frühen Morgen hatten wir auf der Totalp-Hütte einen kräftigen Wind, der einige Gipfelaspiranten von der Besteigung der Schesaplana abgehalten hatte. Immer wieder zeigte sich kurz die Sonne, doch das Wetter war nicht beständig. Da ich den Berg früher schon von einigen Besteigungen her kannte, wollten mein Freund und ich die Besteigung angehen. Zuerst ging es von der Totalp-Hütte leicht bergan. Nach einer kurzen schrofigen Felsstufe geht der Weg nun steiler werdend, in Richtung Norden. Wieder folgen einige kurze schrofige Felsstufen, bis man in ein breiteres Kar gelangt. Von dieser Stelle 
(siehe Bild)
hat man einen guten Überblick über den weiteren Wegverlauf bis zum Gipfel der Schesaplana. Der Wind nahm an Stärke zu. Weiter geht es zuerst in Kehren, dann folgt der Weg einer natürlichen Felsrinne, die mit einem Drahtseil entschärft ist. Kaum am Schesaplana-Sattel auf 2910m Höhe angekommen, bekamen wir die volle Kraft des Sturmes zu spüren.
Wir waren die ganze Zeit im Windschatten des Berges gelaufen, und hatten daher von diesem Sturm kaum etwas bemerkt. Nun waren wir dem Wind wehrlos ausgesetzt. Nur mit Mühe konnten wir einigermaßen aufrecht gehen, und wäre der Weg zum Gipfel ausgesetzt gewesen, wir hätten an dieser Stelle abbrechen müssen. So konnten wir, zwar mühsam, in Richtung Gipfel gehen. Nach einigen Minuten standen wir auf dem Gipfel, hatten sogar einigermaßen Aussicht. Die Gipfelrast viel daher wegen dem starken Sturm ungewöhnlich kurz aus. Kaum waren wir wieder unterhalb vom Schesaplana-Sattel angekommen, konnten wir den weiteren Abstieg im Windschatten nutzen. Am letzten Steilstück kam sogar wieder die Sonne heraus, und wir holten unsere "Gipfelrast" an dieser Stelle nach.
Gemütlich trafen wir wieder auf der Totalp-Hütte ein, und waren wieder um eine Erfahrung reicher, das, obwohl die Schesaplana ein "leichter Wanderberg" ist, bei solch einem Sturm schnell zu einer anspruchsvollen Bergwanderung werden kann.

Gehzeit: 2 h im Aufstieg / Höhenmeter = 650m

 
Anforderungen dieser Tour:
Gehzeit: 2 h (nur Aufstieg).
Höhenmeter: 650 m
Schwierigkeiten: Trittsicherheit und Bergerfahrung sollte vorhanden sein. Kurze Stelle vor dem Sattel ist versichert.
Besonderheiten:  Diese Bergtour ist auch direkt vom Tal (Parkplatz Lünsersee-Seilbahn) möglich, jedoch erhöht sich damit die Gehzeit um weitere 2 h im Aufstieg und insgesamt 1 h mehr im Abstieg. HM = 1100m.
 
Für Hüttentourgeher ist dieser Berg frühmorgens mit leichtem Gepäck gut zu schaffen, auch wenn einem noch der "Rätikoner Höhenweg Süd" bevorsteht. Allerdings ist dann eine gute Kondition nötig.

WWW-Links zu den Berghütten dieser Tour:

Links zu Fahrplänen der ÖBB und DB im Internet:

Karten, die ich für dieses Gebiet weiterempfehlen kann:

  • KOMPASS Wanderkarte Nr. 032   M 1:35.000
  • Freytag & Berndt WK 371
  • Landeskarte Schweiz LSK 1156

 


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