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Tourenbeschreibung   
Durchquerung der Lienzer Dolomiten.
1-wöchige Hüttentour von Oberdrauburg - Hochstadel Haus - Dreitörlweg - Karlsbader Hütte - Kerschbaumer Alm - nach Lienz.
Steckbrief und WWW-Links zu Berghütten und Infos dieser Tour
findest Du im Anhang dieser Tourenbeschreibung !>>oder hier klicken

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Karte Wegverlauf Lienzer Dolomiten.
 
Wegverlauf vom Hochstadelhaus - Karlsbader Hütte - Kerschbaumer Alm.
ACHTUNG! Norden befindet sich links !

Einleitung:
Die Lienzer Dolomiten (so benannt nach ihrem überwiegend geologischen Aufbau) sind „nur" der Nordwestteil der fast 100 km langen Gailtaler Alpen, doch bergsteigerisch ihr bedeutendster. Sie umfassen ein Gebiet von knapp 40 km Länge und 15 km Breite; ihr höchster Punkt ist die Große Sandspitze mit 2772 m. Ihre nördliche Begrenzung bildet das Oberdrautal, ihre nord- westliche das Pustertal, ihre südliche Kartitsch-,Tilliach- und Lesachtal, ihre östliche der Gailbergsattel.
Dieses Gebiet ist ein Paradies für Kletterer, mit seinen prächtigen Höhen- wegen aber auch für die Bergsteiger und Bergwanderer.
Geologisch gesehen bilden die Lienzer Dolomiten den westlichen Teil der Gailtaler Alpen. Sie bestehen aus mesozoischem Kalk bzw. Dolomit und sind ins
besondere im östlichen Teil stark zerklüftet. Der 30 km lange Gebirgs- stock der Lienzer Dolomiten bildet mit seiner schroffen gigantischen Fels- wildnis, verstärkt durch die steilen und tief eingeschnittenen Seitentäler, eine der eindruckvollsten Gebirgsketten der Ostalpen, um die, wie es scheint sogar der Draufluss einen ehrfurchtsvollen Bogen macht. Darum die Bezeichnung Lienzer Dolomiten, da ihr Gepräge, fast dazu zwingt, Vergleiche mit den Südtiroler Felswunder zu ziehen. Wird man allein durch die Anstiege zu den Hütten durch naturbelassene Bergwälder und -wiesen mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt für alle Mühen belohnt, werden die hochalpinen Wanderrouten mit ihren zahlreichen Gipfeln, nicht nur wegen der traumhaften Aussicht zum wahrlich traumhaften Touren- und Wandererlebnis.
(Quelle: Rother.de)
 
1. Tag: 
Oberdrauburg/Pirkach - Weg 213 - Hochstadel Haus 1780m.

Anreise mit Bahn oder Auto von Deutschland kommend über Innsbruck,
Brenner, Bruneck, Pustertal nach Lienz. Bahnreisende umsteigen in die Regionalbahn nach Oberdrauburg. Am Ortsausgang sind Parkmöglichkeiten vorhanden. Aufstieg vom Ortsteil Pirkach über den Weg "213" zum schön gelegenen Hochstadel Haus 1780m.


Gehzeit: 3 h ab Pirkach , HM = 1200m.

 

2. Tag: 
Hochstadel Haus 1780m - Dreitörlweg (Weg 213) - Leitentörl - 
Hochstadel - 2680m - Baumgartentörl - Kühleitentörl - 
Laserztörl - Karlsbader Hütte 2260m.
Frühmorgens vom Hochstadelhaus gestartet. Das Wetter war zu dieser Tageszeit schon zu warm, es nieselt ein wenig, und wir wollen vor Ort entscheiden, ob wir den Gipfel vom Hochstadel machen. Man kann als Variante auch direkt vom Hochstadel Haus eine Überschreitung von Ost nach West dieses Gipfels machen, doch wir gingen über den "Dreitörlweg" (Weg 213) zum Leitentörl 2361m. Nach ein paar Minuten kommt man zur Abzweigung, der direkt über einen südseitigen Anstieg auf den Gipfel des Hochstadels führt. Da wir gut in der Zeit waren, dazu ein Wind blies, und wir die Hoffnung hatten, evtl. auf dem Gipfel Sicht zu haben, entschlossen wir uns, diesen kurzen Abstecher zu machen. Es geht über einige Felspassagen, die an einigen Stellen mit Drahtseilen versichert sind. Eine steile Rinne war mit hartem Schnee komplett gefüllt, und so mussten wir den "richtigen" Weg verlassen und gingen einige Meter über eine Felswand direkt hoch. Nach ein paar Minuten war der Gipfel erreicht, doch die freie Sicht war uns leider nicht vergönnt. Kalt und leichter Regen war es, der die Gipfelrast recht kurz werden ließ. Die obengenannte Stelle mit dem harten Firn war im Aufstieg noch einigermaßen gut zu gehen, doch nun im Abstieg nicht machbar. Zu hart der Firn, die Drahtseile zum Festhalten waren irgendwo im Firn, die uns daher keine Hilfe waren. Also rückwärts die steilen Felsen runter, bloss keine Gedanken verschwenden, was passieren würde, wenn ...
Gut gegangen. Die grossen Rucksäcke werden wieder aufgenommen, und es geht in Richtung Baumgartentörl 2330m weiter. Mal auf, mal ab, und man ist am nächsten Törl angekommen, diesmal das Kühleitentörl 2283m.
Abstieg fast auf 2000m. Dann steiler Aufstieg bis zum Laserztörl 2497m.
Nun haben wir uns aber eine Pause verdient. Nicht nur das Wetter ist besser geworden, auch die Sicht auf die Berge, z.B. dem Hochstadel mit seiner steilen Westflanke liegt imposant vor uns. Der Blick geht in Richtung Westen und wir sehen den schönen Laserzsee, an dessem westseitigen Ufer die gleichnamige Hütte, die Karlsbader Hütte 2260m, steht.

Gehzeit: 8 h (mit Bestg. Hochstadel, ohne Gipfelbestg. = -1,5 h)
 

3. Tag: 
Karlsbader Hütte - Zochen Pass - Kerschbaumer Alm.

Nach einem ausgedehnten Frühstück auf der Karlsbader Hütte zogen wir erst am späten Vormittag los.
Da diese Etappe nicht lang ist, gingen wir ab dem Kerschbaumer Törl 2285m eine kleine Variante. Nicht direkt zur Alm, sondern über den "Kärntner Grenzweg" (Weg Nr. 215) zum 2260m hoch gelegenen Zochen Pass. Eine gute Sicht auf den fast kompletten Karnischen Hauptkamm ist dieser kleine Abstecher schon wert. Von dort geht es gemütlich zum Schutzhaus Kerschbaumer Alm 1902m.
 
Gehzeit: 3 h

 

4. Tag:
Kerschbaumer Alm - Spitzkofel 2718m - Kerschbaumer Alm.
Da das Wetter am nächsten Tag sehr gut werden sollte, änderten wir unseren Plan, und änderten die letzte Etappe (Abstieg über das Kühbodental) und wollten den Spitzkofel, mit seiner besonders guten Gipfelsicht, besteigen.
Der Himmel war in der frühen Morgenstunde azurblau, und wir die einzigsten in dieser Region unterwegs. Mit kleinem Rucksack ging es auch recht flott voran, erst über das Hallebachtörl 2399m, dann in Richtung Kühbodentörl. Kurz vor dem Abzweiger geht es in weitem Bogen in Richtung Südflanke vom Spitzkofel. Zu Beginn gleich eine steile Geröllhalde, die bereits von der Sonne "schön vorgewärmt" war. Anschließend durch eine steile Rinne. Ab der Mitte der Felsflanke sind an den wichtigsten Stellen Drahtseile angebracht, die dem trittsicheren Wanderer keine allzu grossen Probleme bereiten dürfte.
Kurz vor dem Gipfel erreicht man die Biwakschachtel "Linderhütte" auf 2684m. Von wegen Schachtel. Die Hütte von eifrigen Helfern komplett renoviert, mit einer kleinen Sitzecke, sauberen Decken, Bettenlager für ca. 8 Personen und einem gußeisernen Ofen, der komplett aus einem Stück von der Kerschbaumer Alm bis dorthin getragen wurde.
Nach einer kleinen luftigen Stelle hat man den Gipfel vom Spitzkofel 2718m erreicht und hat einen grandiosen Rundblick auf die Berge und Täler. Im Nordwesten die Venediger Gruppe, im Nordosten die Grossglockner Gruppe, weiter östlich die Schobergruppe, dann die nahen Lienzer Dolomiten, im Süden der Karnische Hauptkamm, und im Südwesten die Dolomiten. 2000m tiefer das Pustertal mit der Ortschaft Lienz. Nach 2 h Gipfelpause, wir waren immer noch die einzigsten weit und breit, stiegen wir über den gleichen Weg wieder zur Kerschbaumer Alm ab.

G
ehzeit: 6 h, HM = 850 m.

 

5. Tag:
Abstieg Kerschbaumer Alm - nach Lienz.

Abstieg von der Kerschbaumer Alm durch das gleichnamige Tal 
(Weg Nr.16) gemütlich zur Ortschaft Lienz. Von dort mit der Regionalbahn zum Bhf. Oberdrauburg und zu Fuß zum geparkten Auto.
 
Gehzeit: 4 h
 
Anforderungen dieser Tour:
Gehzeit: mehrtägige Bergwandertour
Höhenmeter: je nach Tagesetappe
Schwierigkeiten: ohne Gipfelbesteigung unschwierige Hüttenwanderung. Bei den Gipfelbesteigungen Hochstadel und Spitzkofel ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung.
Besonderheiten:  Bei der Etappe am 2. Tag ist eine gute Kondition gefragt, vor allem, wenn man erst einen oder zwei Tage vorher angereist und man evtl. noch nicht richtig akklimatisiert ist.
Graf. Tourenprofil: Zum Tourenprofil >>

WWW-Links zu den Berghütten dieser Tour:

Übersichtsskizze der Lienzer Dolomiten:
Quelle: www.publish.at
 
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Links zu Fahrplänen der ÖBB und DB im Internet:

Karten, die ich für dieses Gebiet weiterempfehlen kann:


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