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Tourenbeschreibung   
Der östliche Lechtaler-Höhenweg
1-wöchige Hüttentour von der Augsburger Hütte - Memminger Hütte - Württemberger Haus zur Steinseehütte.

Steckbrief und WWW-Links zu Berghütten und Infos dieser Tour
findest Du im Anhang dieser Tourenbeschreibung !>>oder hier klicken

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Im Unteren Seewi-See spiegelt sich die Frei-Spitze 2884m, hoch über dem Parseiertal.
Im Unteren Seewi-See spiegelt sich die Frei-Spitze 2884m, hoch über dem Parseiertal.

Einleitung:
Die am Westrand der Lechtaler Alpen gelegenen weltberühmten Arlberger Wintersportorte Lech, Zürs und St. Anton sind im Winter ein Dorado der mondänen Ski- und Après-Ski-Szene; im Sommer dagegen sind sie – ebenso wie die weit weniger bekannten anderen Gebirgszüge der Lechtaler Alpen, die im Norden vom Lech, im Süden vom Inn und im Osten vom Fernpaß begrenzt werden – ein ruhiges Tourengebiet, wie geschaffen für alle Wanderer oder Bergsteiger, die Routen abseits des großen Tourismus bevorzugen.
Der sportliche Wanderer und Bergsteiger wird in dieser Region eine Vielzahl herrlicher, unterschiedlich schwieriger Touren vorfinden: romantische, naturnahe Talwanderungen, aussichtsreiche Höhenwanderungen und eindrucksvolle Gipfeltouren lassen keine Wünsche offen.

1. Tag: 
Aufstieg von Griens zur Augsburger Hütte 2289m.

N
achdem wir mit dem Zug in Landeck angekommen waren, gingen wir zu Fuß zum Ausgangspunkt dieser Tour, den Ort Griens, 1006m hoch gelegen.
Augsburger Hütte 2289m. Von dort führt ein schöner Wanderweg (Weg.-Nr: 42) in gut 3 h bis zur Augsburger Hütte 2289m.
Die Hütte liegt wunderschön hoch über dem Tal und man kann beim letzten Abendlicht die Berge im Süden und Osten mit all ihren Tälern bestaunen.
Gehzeit: 3 h ab Griens.
2. Tag: 
Augsburger Hütte - Patrol Scharte - Parseier Joch - "Spiehlerweg" - Memminger Hütte 2242m.

N
ach einer kalten, sternenklaren Nacht haben wir bestes Bergwetter um den Übergang zur Memminger Hütte zu machen. Zuerst geht es südseitig über leichte Kletterei (Schrofengelände) auf den Parseierspitze 3036m. Gatsch-Kopf 2945m. (Weg-Nr: 633)
Direkt vor uns die Parseierspitze 3036m mit dem Grinner Ferner. Man kann diesen Berg über seinen SO-Grat in leichter Kletterei (I.-II. Grad) besteigen.
Allerdings droht akute Steinschlaggefahr von evtl. vorausgehenden Bergsteigern.
Hinweis! Man kann auch von der Augsburger Hütte durch die Gasillschlucht zur Patrol Scharte 2846m gelangen.
Wir hingegen steigen zur Patrol Scharte 2846m ab (von dort Abzweigung zum "Augsburger Höhenweg"), um dann über die gesicherte Nordflanke in ein Kar abzusteigen. Bei Nässe ist bei diesem Abstieg erhöhte Seewi-Seen Vorsicht geboten, da die Felsen zum Teil mit rutschigem Lehm versetzt sind, und die Bergschuhe schlechten Halt finden können.
Auch kann es schnell zu Vereisung an dieser Flanke kommen, was zu erheblichen Schwierigkeiten führen kann.
Nach einer kurzen Zeit erreicht man schon die 2. Scharte, das Parseier Joch 2560m. Auch der Abstieg über die Nordflanke ist zum Seewi-Seen Teil versichert.
Anschließend geht es über den "Spiehlerweg" (nach dem Erschließer der Lechtaler Alpen benannt) über ein weiteres kleines Joch. Von dort öffnet sich der Blick auf die schönen Seewi-Seen, die zu einer längeren Rast einladen.
Die Weg-Nr. wechselt nun zur "601". und führt östl. an den Seewi-Seen vorbei. Nachdem man den letzten See (Untere Seewi-See) passiert hat, steht man schon vor der Memminger Hütte 2242m. Da hier zwei Europäische Fernwanderwege (E4 und E5) kreuzen, ist die Berghütte in den entsprechenden Sommermonaten sehr stark frequentiert.
Wer noch Lust hat, sollte man den naheliegenden Seekogel, der direkt hinter der Hütte steht, besteigen. Er ist zwar nur 2412m hoch, aber so lässt sich nicht nur der Hüttentrubel gut ertragen, sondern bietet auch eine schöne Sicht auf die umliegenden Berge.
Gehzeit: 5 h (Mit Gipfel Seekogel ca. + 1 h für Auf -und Abstieg)
3. Tag: 
Memminger Hütte - Seescharte - Großbergjoch - Obere Medriol - Württemberger Haus - Gebäudjöchl - Roßkarscharte - Scharte nördl. des Mittel-Kopfes - Steinseehütte.

V
on der Memminger Hütte geht es über Weg-Nr: 601 auf die Großbergköpfe Seescharte 2599m. Nun geht es über den Europäischen Fernwanderweg "E4" unterhalb der Großbergköpfe weiter. Man quert Karen -und Geröllfelder, bis man dann
das Großbergjoch 2492m erreicht hat. Nun geht es schrofig über das "Obere Mediol" leicht hinab zum Württemberger Haus 2220m.
Obere Medriol Es war noch relativ früh am Tag, wir nahmen die Karte zur Hand und meinten, das laut der Karte es bis zur Steinseehütte ja nicht so weit wäre.
Wir bedachten leider nicht, das Wanderkarten im Maßstab 1:50.000 so ihre kleinen Tücken haben.
Hinweis! Es ist zu empfehlen, die Etappe Württemberger Haus - Steinseehütte am nächsten Tag erst zu machen, da die weiteren 4 h Gehzeit sonst nur eine Rennerei ohne Muße für die schöne Bergregion bedeuten würde.
Wir gingen also weiter. Erst bestiegen wir das Gebäudjöchl 2452m. Nochmals ein schöner Blick auf die Parseierspitze und den kompletten Wegverlauf Großbergjoch - Obere Mediol - Württemberger Haus.
Nach kurzer Trinkpause steil hinunter und weiter auf dem "E4"  zur nächsten Scharte (wir dachten, es müsste doch eigentlich die letzte vor der Hütte sein!). Die letzten 100 m zur Roßkarscharte 2400m sind wegen ihrer Steilheit mit einem Drahtseil gesichert. Man muss aber dazusagen, das das Drahtseil mehr einem Charakter eines Blitzableiters hat, da es nur am Scheitelpunkt festgemacht, lose auf dem Boden liegt.
(Stand Sept. 1991) Man sollte lieber auf die eigene Gehtechnik vertrauen und dieses Drahtseil erst gar nicht benutzen.
Auf der Roßkarscharte 2400m angekommen, mussten wir leider feststellen, das nicht nur unsere Trinkflaschen leer waren (Bergwasser konnte man auch keines finden), sondern das noch eine weitere Scharte zu überwinden war, bevor es zur Steinseehütte ging. Nach einem leichten Abstieg und wiederholtem Anstieg stehen wir auf der Scharte 2320m nördl. des Mittelkopfes und erblicken mit Freude tief unten die Steinseehütte.
Nach einem Abstieg von einer weiteren Std. Gehzeit erreichen wir die 
Steinseehütte 2061m und löschen unseren Durst mit einem kühlen Bier.
Gehzeit: 8 - 9 h.
4. Tag:
Rundtour: Steinseehütte - Hanauer Hütte - Steinseehütte

B
edingt durch das schlechte Wetter (in der Nacht kam eine Kaltfront Abendstimmung. aus dem Norden), machten wir mit leichtem Rucksack eine Rundtour von der Steinseehütte über die Östliche Dremelscharte zur 
Hanauer Hütte
. Nach kurzer Einkehr ging es über die westliche Dremelscharte wieder zurück zur Steinseehütte.

Gehzeit: 5 - 6 h.
5. Tag:
Abstieg Steinseehütte - Zams im Oberinntal - Landeck.

Leider hat das schlechte Wetter erbarmungslos zugeschlagen und es war auch keine Besserung in naher Zukunft zu erwarten.
So beschlossen wir nun, nach einem schönen Frühstück auf der Steinseehütte den Abstieg ins Tal zu machen. Von der Steinseehütte ging es auf Weg-Nr: 625 durch das Starkenbachtal bis nach Zams hinunter.
Von dort fuhren wir mit dem Bus nach Landeck und weiter mit
dem Zug wieder nach Hause, und zehrten noch lange von den starken alpinen Erlebnissen dieser Bergtour.
Gehzeit: 2,5 - 3 h.
 
Anforderungen dieser Tour:
Gehzeit: mehrtägige Bergwandertour
Höhenmeter: je nach Tagesetappe
Schwierigkeiten: Die Übergänge und Scharten dieser Tour sind zum Teil gesichert. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollten trotzdem vorhanden sein. 
Besonderheiten:  Für Berggeher mit guter Kondition und bei sicherem Wetter kann man den Übergang vom Württemberger Haus zur Steinseehütte mit der Hüttenüberschreitung Memminger Hütte - Württemberger Haus zu einer Tagestour verbinden. Sicheres Wetter vorausgesetzt.
Graf. Tourenprofil: Zum Tourenprofil >>

WWW-Links zu den Berghütten dieser Tour:

Übersichtsskizze der Lechtaler Alpen:
Quelle: www.publish.at
 
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Links zu Fahrplänen der ÖBB und DB im Internet:

Karten, die ich für dieses Gebiet weiterempfehlen kann:

  • KOMPASS Wanderkarte Nr: 42   M 1:50.000
    Landeck-Nauders-Samnaungruppe

  • Alpenvereinskarte Nr: 3/3          M 1:25.000 

Führer/Bücher, die ich für dieses Gebiet weiterempfehlen kann:


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