Guerteltier

Gürteltiere, gepanzerte Säugetiere, die wie Ameisenbären und Faultiere zur Ordnung der Nebengelenktiere gehören.

Die Gesamtkörperlänge der Gürteltiere variiert sehr stark. Das südamerikanische Riesengürteltier erreicht ohne Schwanz eine Länge von einem Meter, während die kleinsten Arten, beispielsweise die Gürtelmaus, in ausgewachsenem Zustand nur 15 Zentimeter erreichen. Die meisten Arten der Gürteltiere leben in Brasilien, Bolivien und Argentinien. Das Neunbindengürteltier ist in den Süden Nordamerikas vorgedrungen. Kugelgürteltiere und das Riesengürteltier gehören zu den südamerikanischen Arten.

Die Panzerung der Gürteltiere besteht aus verhornten Hautschichten und Knochenplatten, die aus darunterliegendem Hautgewebe gebildet werden. Bei einigen Arten ist sogar der Schwanz in dieser Weise geschützt. Bei den meisten Arten sind Schultern und das Becken jeweils von einer verwachsenen Knochenplatte, die Körpermitte jedoch von beweglichen, gelenkig miteinander verbundenen Querbändern bedeckt. Dadurch können die Tiere sich zusammenziehen und einrollen; kugelförmig einrollen können sich nur Kugelgürteltiere.

Trotz ihrer kurzen Beine können Gürteltiere sich schnell fortbewegen. Die kräftigen Krallen dienen zum Graben unterirdischer Baue und zum Aufbrechen von Termitenbauten. Gürteltiere sind meist nachtaktiv und ernähren sich von Insekten, Würmern, Amphibien, gelegentlich auch von Aas.

Systematische Einordnung: Gürteltiere bilden die Familie Dasypodidae der Ordnung Xenarthra.


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